Sardinien 2012

Wir waren in den letzten Jahren zweimal im Sommer in Sardinien. In dieser Zeit sieht die Insel aus wie eine Trockensavanne. Jetzt wollten wir sie einmal grün und im vollen Blütenkleid erleben. Also schnell zu Ostern einen Flug für meine Frau gebucht und für mich mit dem Motorrad die Fähre. Eigentlich wollte ich über die Schweiz nach Genua fahren, aber in dieser Jahreszeit gehen von dort noch keine Fähren nach Sardinien. Livorno ist etwas weiter aber die Anreise über die Alpen und das Apennin ist ja auch schon richtiger Urlaub. Daher verlegte ich die Reiseroute auf die Strecke Bonn-Füssen-Brenner-Abetone-Livorno. Füssen ist für mich „zuhause“ und eine willkommene Station auf dem Weg in den Süden. Ein kurzer Besuch bei meiner Mutter und die Nacht im eigenen Bett ist doch etwas anderes, als  spät abends noch ein Hotel zu suchen oder das Zelt aufzubauen.

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Wieder einmal haben berufliche Gründe mich davon abgehalten rechtzeitig loszufahren. Der geplante Termin am Sonntag war nicht zu machen. Dann also eben am Montag Mittag. Recht knapp, die Fähre von Livorno nach Olbia legt morgen um 22:00 ab. Inzwischen ist es Mittag, aber mit der Abfahrt wird es wieder nichts. Probleme bei der Inbetriebnahme eines größeren Internetportals mit Stadtplan. Endlich um 17:00 Uhr ist die Freischaltung erfolgt und der neue Stadtplan läuft stabil. Der Urlaub kann beginnen.

Um 18:00 ist das Motorrad beladen, ich habe warme Kleidung für die Nachtfahrt an und starte ins Allgäu. So ein Montagabend ist eigentlich ideal für eine lange Autobahnetappe. Bei minimalem Verkehr komme ich schon um 22.30 in Buching an. Tagsüber braucht man wegen Baustellen und Staus meist deutlich länger. Nur die Kälte macht mir zu schaffen. Ab Ulm war die Temperatur auf den Gefrierpunkt gesunken und das ist ohne Verkleidung bei zügiger Geschwindigkeit doch recht erfrischend. Ein bayrischer Schweinebraten mit dunklem Bier lässt die Anstrengung aber schnell vergessen.

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Morgens um 8:00 geht es weiter. Über den Fernpass und Innsbruck über Landstraße auf den Brenner. Das Wetter ist ganz in Ordnung, aber wenn man schon früh morgens drei Geschwindigkeitskontrollen am Straßenrand gesehen hat, ist die Stimmung etwas getrübt. Tempo 70 in Gefahrenbereichen ist vernünftig, aber auf dem freien Land kommen schon Zweifel nach dem Sinn auf. Zumal die Einschiffung in Livorno um 19:30 beginnt. In Italien wird das bestimmt nicht viel anders sein. Daher dann auch auf dem Brenner die Entscheidung, die Autobahn zu nehmen. Zumindest bis Modena. Ab da bietet sich dann ja der Abetone Pass an.

Ab Brixen kommen richtige Frühlingsgefühle auf.  Die Temperaturen sind angenehm, Südtirol, Trentin und Po-Ebene präsentieren sich von ihrer besten Seite. Aber schon von der Ferne kann man sehen, dass der Apennin in Wolken gehüllt ist. Ab Sassuolo heißt es Regenzeug anziehen und bei strömendem Regen und Nebel hinter LKW’s den Weg über den Abetone zu finden. Sichtweite oft unter 20 Metern. Alles mit offenem Visier. Eine Pause auf der Passhöhe ist da gerade richtig, zumal es nicht mehr weit bis Livorno ist und die Zeit kein Problem zu sein scheint.

Aber es regnet weiter in Strömen und damit bleibt es bei Tempo 30. Als ich in Livorno am Hafen ankomme, hat die Einschiffung schon begonnen. Vorher aber noch die beeindruckende, Jahrhunderte alte Brücke in Bagni-di-Lucca, wie sollte es anders sein, im Regen.

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Alghero. Die vielleicht schönste Stadt Sardiniens. Wer gerade Winter, Schnee und Regen hinter sich gelassen hat, empfindet das besonders. Palmen, der  Hafen und jede Menge Cafes laden einen dazu ein, einmal einen ruhigen Tag einzulegen und das Motorrad stehen zu lassen. Hier werden wir auch die nächsten Tage bleiben und Motorradausflüge in die Umgebung machen. Wenn für Martina dann der Urlaub zu Ende ist, geht es weiter an die Costa Verde um die dortigen Straßen und Bergbaugebiete zu erkunden.

 Die Promenade ist gesäumt von Palmen. Sie erstreckt sich vom Zentrum bis zum 2 Kilometer entfernten Campingplatz. Im Sommer ist es dort voll mit Marktständen. Jetzt im Frühjahr genießt man die Natur, aber wie wir am dritten Tag erleben durften, auch deren Gewalt. Starker Sturm trieb Unmengen von Tang ans Ufer, so dass weit und breit kein Strandspaziergang möglich war.

 

Die Cafes am Hafen laden zu einer Pause ein. Auch wenn es einen durchaus noblen Eindruck macht, es sind ganz einfache Bars, wo man mit dem Motorrad vorfährt und sich zum Reden trifft.

 

 

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Der Morgen beginnt grau und mit leichtem Nieselregen. Was tun? Laut Internet soll das nur unmittelbar an der Küste so sein, und so beschließen wir ein wenig ins Inland zu fahren. Von früheren Besuchen weiß ich, dass es im Bereich von Monteleone eine prähistorische Höhle gibt. Im Internet gibt es immerhin ein kleines Bild, wo man sieht, dass es dort auch Feldermäuse und Tropfsteinformationen gibt.  Auch Wikipedia hat einige Informationen.

Im letzten Jahr habe ich mit meinem Sohn versucht die Höhle „Grota Monte Maiore“ zu finden, aber außer Wald und Machia gab es nichts. Dieses Jahr kamen wir etwas weiter. Irgendwann fanden wir einen handgemaltes Schild mit dem Hinweis „GROTE“. Die Gegend wirkt richtig urzeitlich. Wenn man dann noch einen mumifizierten Hund auf einem Zaun hängen sieht und kurz darauf von verwilderten Hausschweinen unfreundlich angebrummt wird, verliert man die Lust auf die Höhlensuche. Schade, so kurz davor, und dann diese Schweine…..

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Der Wetterbericht hatte es ja schon angekündigt. Der aus Südfrankreich bekannte Mistral soll diesmal bis nach Sardinien reichen. Stürmisch und regnerisch soll es werden. Der erste Blick aus dem Hotelfenster sagt uns, dass diese Vorhersage 100%-tig eingetroffen ist. Was tun? Im Regenzeug auf dem Motorrad zu sitzen ist ja nun wirklich nicht die wahre Freude.

Die Lösung kommt in Person einer  Bekannten, die auch einen Kurzurlaub in Alghero gebucht und ein Auto geliehen hat. Wir beschließen gemeinsam nach Castelsardo zu fahren, ich mit dem Motorrad, Ellen und Martina im Auto. Von dort wollen wir einen versteinerten Wald besuchen und ich werde danach noch einige mir unbekannte Straßen erkunden.

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Kaum zu glauben, aber Martinas sechs Urlaubstage sind schon wieder vorbei. Nachmittags um 15:00 geht der Flug. Bis dahin nutzen wir das inzwischen wieder schöne Wetter aus, um sozusagen einen Pflichtbesuch zu machen: Die „Grotte di Nettuno“. Auch hier ist der Reiz eigentlich nicht die Höhle, sondern der Weg dahin. Landschaftlich reizvoll fährt man auf die andere Seite der Bucht von Alghero.

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Die Nacht war ziemlich kalt. Irgendwo um 0 Grad. Macht keinen Spaß noch lang vor dem Zelt zu sitzen. Also zügig packen, noch einen Cappucino trinken und dann auf zur Erkundung der Gegend. Vom Campingplatz gehts erstmal Richtung Hotel, nicht etwa um dort einzukehren, sondern weil die Gegend einfach irre ist. Mitten im Sand ein paar vom Rost zerfressene Loren, im Hintergrund das Meer und zwischendrin das noble Hotel.

Danach geht es vom Meer Richtung Ingurtosu. Nach kurzem sieht man auf der linken Seite eine Bergwerksanlage, die als Weltkulturerbe eingetragen ist. Ein kleiner Spaziergang durch das Gebiet, soweit es zugänglich ist, bietet Photomotive in ungeahnter Zahl.

Etwas zerschossen und verrostet.

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Der letzte Tag auf Sardinien. Es sind noch ca. 250 Km bis zum Hafen in Olbia, also kann ich mir auch ein paar kleine Umwege durch das Inland erlauben. Das Wetter ist wieder schön und so geht es weiter durch das Tal des Flumendosa. Die Strecke ist gerade richtig für heute morgen. Auf einer gut ausgebauten Strasse ohne Verkehr kann es mal etwas laufen lassen und die Gegend ohne Anspannung genießen. Es richt wieder nach Frühjahr und der Tag verspricht schön zu werden.

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Das Schiff kommt morgens pünktlich in Livorno an. Es regnet und die Aussichten verheißen nichts gutes für den Tag. Immerhin sagt der Wetterbericht heute keinen Schneefall in den Alpen voraus. Die ganze letzte Woche hat es dort geschneit und morgen soll es schon wieder losgehen. Insofern ist der heutige Tag ideal zum Fahren.

Wenn es in der Toskana regnet, dann richtig. Bis Florenz kann man eigentlich nur von einem Platzregen sprechen. Danach wird es etwas besser, dafür aber kälter. Auf den Bergen links und rechts der Autobahn liegt Neuschnee. Bei herrlichem Sonnenschein geht es weiter von Bologna nach Modena. Auf der linken Seite sieht man das schneebedeckte Apennin, im Norden glitzen die ebenfalls schneebedeckten Alpen.

Ich habe Glück. Das Wetter bleibt stabil, im Südtirol ist es sogar wieder richtig warm. Auf dem Brenner finden sich aber immerhin noch ein paar Schneereste fürs Beweisphoto. Zwei Stunden später sitze ich dann in der warmen Stube im Allgäu und wieder erwartet mich Schweinebraten und dunkles Bier. Ein schöner und sehr erlebnisreicher Urlaub ist zu Ende.

 

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