Südosteuropa und Türkei

Es weht noch eine kühle Brise, als ich aus unserem Zimmer ein paar Photos mache. Mitten auf dem Land vor uns die schönsten Schotterwege. Leider haben wir zu wenig Zeit um diese zu erkunden. Der versteinerte Wald (petrified forest) im Westen der Insel war mir schon bei der Reisevorbereitung aufgefallen und wir wollten ihn unbedingt besuchen, weil wir schon von seinem Pendant auf Sardinien fasziniert waren.

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Auf dem Weg nach Sigri, wo sich der Wald befindet, kommen wir durch eine wildromatische Landschaft, mal mit schroffen Felsen, mal weit und trocken wie eine Wüste.
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Lesbos ist eine wunderschöne Insel und wir haben keinen Zeitdruck. Das Schiff nach Thessaloniki wird erst morgen abend ablegen und so können wir in aller Ruhe die Insel erkunden.

Zunächst einmal machen wir einen Rundgang durch Mytillini. Bemerkenswert die Kirche, die eine der Sehenswürdigkeiten der Insel darstellt.

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Enorm prachtvoll ist das Innere.

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Draußen auf der Straße hat uns dann das richtige Leben wieder ein. Lesbos ist eine Insel der Roller und Motorräder. So viele habe ich selbst in italienischen Städten noch nicht gesehen. Hier eine lange Reihe von Rollern direkt vor der Kirche.

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Das Motorrad ist wieder gepackt, es geht weiter Richtung Lesbos. Schon nach wenigen Kilometern sehen wir riesige Ruinen am Straßenrand und schauen sie uns an.

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Offensichtlich handelt es sich um Alexandreia. Immerhin auch schon mehr als 2.000 Jahre alt und noch beeindruckender als Troja. Der große Bogen ist wohl Teil der Therme.

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Die Nacht in Bandirma haben wir in einem erst drei Jahre alten Luxushotel verbracht. Dennoch waren die Preise nicht höher als die ganzen Tage zuvor. Und das Frühstück war einfach Spitze. So gestärkt machen wir uns auf den Weg zu den Dardanellen nach Canakkale am Ende des Marmara Meeres. Hinter Bandirma geht es durch eine schöne und gepflegte Hügellandschaft, wo besonders die Regelmäßigkeit der Olivenbaumpflanzungen auffällt.

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Erneut eine Panne. Diesmal hat es mich erwischt. Trotz der gut ausgebauten Straße fahre ich schon die ganze Zeit langsam. Irgendwas stimmt nicht. Das Motorrad liegt unruhig auf der Straße. An der nächsten Tankstelle halte ich an um mit die Sache zu beschauen. Luftdruck hinten in Ordnung. Dann mal sehen, wie es vorne ist. Als ich das vordere Ventil leicht berühre, fliegt mir etwas um die Ohren. Was war das? Das Zischen macht es sofort unmissverständlich klar: Das Ventil ist im oberen Bereich abgebrochen. Wahrscheinlich ein Folgeschaden von einem kleinen Ast, der mir in Rumänien zwischen die Speichen geraten war. Zum Glück habe ich einen neuen Schlauch und Montiereisen dabei.

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Kommt man das erste Mal nach Istanbul, denkt man sofort: Das kann doch gar nicht gehen. Dieser Gedanke betrifft wirklich alles. Den Verkehr, das Sprachgewirr, den Großen Basar, …. Aber es geht, und das gar nicht mal so schlecht.

Der Verkehr: Eigentlich unbeschreiblich, alles bewegt sich, oft auch in beliebige Richtungen. Auf der Stadtautobahn wurde ein Rollstuhlfahrer quer über die Fahrbahn geschoben, die Autos wichen einfach aus. Oder die ganzen Backwarenverkäufer, die auf dem Nachhauseweg die gleiche dreispurige Stadtautobahn als die ideale Verbindung betrachteten und ihre Handkarren entgegen der Fahrtrichtung schoben. Einem Motorradfahrer eine ganze Spur zu lassen, wird als Verschwendung betrachtet. Da passt locker noch ein Auto daneben. Man kann nur aktiv mitmachen und sich ebenfalls nehmen, was man bekommen kann. Jedenfalls besser als zu denken, das deutsche Nummernschild oder das viele Gepäck würden die Autofahrer auf Distanz halten.

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Wir merken, dass wir in den Grenzbereich zur Türkei kommen. Nicht wirklich und doch ist zu spüren, dass dieses Gebiet früher an der Grenze zwischen Warschauer Pakt und Nato jahrzehntelang ein Schattendasein geführt hat. Genauer sollte ich sagen „ich spüre das“, denn für meinen 1995 geborenen Sohn wird es nur eine wunderschöne, naturbelassene Landschaft sein, in der die Schlagloch durchsetzten Straßen eine nette Herausforderung darstellen. Diese unberührte Natur ist es auch, die mich nach den Hotelburgen des gestrigen Tages aufblühen lässt.

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Weiter geht es Richtung Burgas. Vorher wollen wir aber noch eine Pause in Pomorie einlegen, da Bernhard hier demnächst auch noch einen Familienurlaub macht und die Gelegenheit nutzt, die Gegend schon einmal zu inspizieren.

Der Weg dorthin ist länger als man denkt. Was in der Karte auf wenigen Zentimetern dargestellt und in der Praxis 135 Kilometer lang ist, entpuppt sich beim derzeitigen Urlaubsverkehr als eine Vormittagsetappe. Und so kommen wir gerade rechtzeitig zum Mittagessen hier an. Passt ja ganz genau.

Der Ort zeigt deutlich, wohin sich die bulgarische Küste entwickelt oder schon entwickelt hat: Tourismus ist mit Sicherheit die wichtigste Einnahmequelle geworden. Pomorie hinkt in nichts den altbekannten Orten in Spanien oder Italien hinterher. Es ist damit natürlich nicht unbedingt ein Ziel für Motorradfahrer und so geht es nach der Pause weiter in wildere Gefilde.

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Aus Rumänien kommend, wirkt Bulgarien richtig aufgeräumt. Häuser und Straßen sind gepflegter und Pferdefuhrwerke gibt es so gut wie keine mehr. Was aber auch sofort auffällt, ist die starke Polizeipräsenz. Auch hier sind die Leute freundlich, aber nicht so offen wie in Rumänien. Auch die Gesetzgebung scheint weniger freizügig zu sein. In Rumänien gibt es überall freie WLANs, in Bulgarien überall nur mit Zugangscode. Dennoch: Bulgarien ist, zumindest an der Küste, sicherlich das besser entwickelte Urlaubsland, Rumänien ist spannender und exotischer.

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Wieder einmal sehen wir einen Turm in der Landschaft stehen. Keine Ahnung wofür er ist. Aber ein paar Meter weiter sind zwei riesige schwarze Tanks. Ob wir es auch hier wieder mit Erdöl zu tun haben? Ich werde es zuhause auf alle Fälle einmal recherchieren.

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Am Morgen wollen wir schnell aus Giurgiu wieder wegkommen. Die Stadt ist nicht unbedingt hübsch. Man merkt auch die Nähe zu Bucarest. Große, neue Limousinen die nervend schnell fahren und an jeder denkbaren Stelle überholen. Als wir dann auf die 41 Richtung Oltenita abbiegen, wird es wieder ruhig und beschaulich.

Als erstes pikt es mir jedoch unangenehm am Hals. Zusammenstoß mit einer Biene, der Stachel steckt in der Haut, aber die Giftblase ist noch voll. Vorsichtig zieht Jan mir mit zwei Messern den Stachel heraus ohne die Giftblase zu berühren. Glück gehabt. Bienenstiche in dieser Form habe ich heute gleich dreimal. Das ist auch kein Wunder. Bereits gestern waren uns die vielen Wanderimker aufgefallen und heute geht das so weiter. Die riesigen Sonnenblumenfelder sind wohl der ideale Tummelplatz für die Bienen.

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Als wir morgens in Curtea de Arges aufwachen, gießt es in Strömen. Das Wetterradar zeigt, dass sich der Regen nördlich von uns festgesetzt hat und dort wohl auch eine Weile bleiben wird. Unseren Plan über die Transfagarasan nach Brasov und von dort ins Donaudelta zu fahren, geben wir auf und planen eine neue Route, die uns direkt nach Süden bis an die Donau bringt. Schade, viele Ziele die ich eingeplant hatte, werden wir so nicht zu sehen bekommen. Wenigstens einen Trost gibt es. Wenn wir in 20 Km aus den Bergen heraus kommen, soll das Wetter besser sein.

Der Tag beginnt mit einer Panne. Bernhards G650 springt nicht an. Batterie leer. Anschieben geht nicht, also muss ein Fremdstartkabel beschafft werden. Den Strom liefert die große Batterie der 80/7. Leider lädt sich die Batterie nicht mehr auf. Bis wir eine neue Batterie bekommen, werden wir also immer wieder auf das Startkabel zurückkommen müssen.

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Heute haben wir geplant, die Transalpina hoch zu fahren und dann zu Transfagarasan hinüber zu fahren. Dann wollen wir auch noch diese überqueren und irgendwo bei Fagaras übernachten. Wie wir später sehen werden, haben wir da das Wetter und die Straßen überschätzt. So schnell ist man hier in Rumänien nicht. Aber dazu später.

Zunächst einmal fahren wir bei strahlendem Sonnenschein in Sebes los. Die ersten Kilometer der 67C sind hervorragend ausgebaut und wieder einmal neige ich dazu etwas zu sehr die Kurven zu genießen. Irgendwann ist nämlich Schluss damit. Quer über die Straße führt ein 50 cm breiter Graben, der mehr schlecht als recht mit Schotter aufgefüllt ist. Ein Riesenschreck hinter einer Kurve! Hatten wir doch schonmal und so beschließe ich jetzt etwas mehr aufzupassen. Und das ist auch gut so. Auf den nächsten 40 Kilometern findet man diese Hindernisse alle paar hundert Meter und wir freuen uns über unsere großen Federwege.

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Man sieht sie bei uns ja eher selten: Störche. Daher waren wir ganz erstaunt, schon wenige Kilometer hinter der Großstadt Oradea die ersten zu sehen. Mittlerweile sind wir wieder zu Hause und können feststellen, dass Rumänien auf dieser Tour das Land mit den weitaus meisten Störchen war. Wir haben hunderte gesehen.

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Wir müssen mindestens einen Tag aufholen. Bernhard ist gestern schon bis Budapest vorbeifahren und wird heute Abend in Oradea sein. Dennoch entscheiden wir uns gegen die Autobahn. Motorrad fahren muss Spaß machen und so fahren wir durch die Berge südlich um Wien herum. Die Strecke bis Baden an der Autobahn zur Wiener Neustadt führt über tolle Bergstrecken und an der Schwechat entlang. Herrlich. Danach geht es ins Flachland und bis kurz vor Budapest ist es dann monoton. Die Fahrt um durch das Hügelland um Budapest herum könnte schön sein, wenn es nur nicht so scheußlich regnen würde. Die Straßen sind sauglatt und mehr als einmal bricht das Hinterrad aus.

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Heute Morgen, kurz nach der Abfahrt: Gerade eine schöne Kurvenkombination, als ich Jan nicht mehr im Rückspiegel sehe. Als er partout nicht nachkommt, fahre ich zurück. Er steht am Straßenrand, kein Gang geht mehr. Oder besser, es wird keine Kraft mehr auf das Getriebe übertragen. Kann eigentlich nur die Verzahnung auf der Getriebeeingangswelle oder auf der Kupplungsscheibe sein.

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Eigentlich ging es gestern nicht ganz bis Linz, sondern nur bis Kasten, kurz hinter der österreichichen Grenze. Eine recht weite Tour, vor allem weil wir zuerst den Rhein entlang, zwar gemütlich, aber ohne Pausen auf der B42 bis Rüdesheim gefahren sind und dann erst die Autobahn genommen haben. Entsprechend ging es gestern Abend ohne einen Blogeintrag ziemlich früh ins Bett.

Die Pension liegt direkt an der Donau. Hier sitze ich jetzt heute morgen, schaue die Landschaft an, genieße die Ruhe und schreibe den Bericht.

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Ganz anders als der gestrige Tag. 750 km, davon 550 auf der Autobahn sind auf einer Einzylinder Enduro doch ein ziemlicher Schlauch. Wir müssen auch relativ langsam fahren, da Jan´s alte 80/7 mit den Stollenprofil bei mehr als 120 km/h schnell ins Pendeln kommt.

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So, die Planung steht. Die nächsten drei Wochen heißt es Motorrad fahren, Länder und Leute schauen und wohl ganz, ganz viel erleben. Begleiten wird mich mein Sohn Jan und ein Freund. In Istanbul stößt dann auch noch meine Frau mit dem Flugzeug dazu.

Die Motorräder sind bereit. Ich werde mit der Enduro (BMW G650 Sertao) fahren, mein Sohn mit seiner 36 Jahre alten BMW R80/7. Die hat jetzt fast 500.000 Kilometer runter, hat mit mir halb Europa gesehen und läuft noch wie am ersten Tag. Das dritte Motorrad ist eine BMW F650 (Einzylinder).

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Planung und Vorbereitung

Der Gedanke zu der Fahrt kam mir, als ich zum Geburtstag im letzten Jahr eine Landkarte von Rumänien geschenkt bekam. Ehrlich gesagt, wusste ich zu diesem Zeitpunkt nichts über dieses Land. Weder über seine Topographie noch über seine Menschen. Aber schon die ersten Recherchen im Internet zeigten, dass es wohl ein Motorradparadies ist. Tolle Gegend, herrliche Kurven, Schotterstrecken, freundliche Menschen. Kurz gesagt, alles was man sich als Motorradfahrer so wünscht. Je mehr ich mich mit dem Thema beschäftigte, umso interessanter wurde eine Tour dorthin.

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Eines hatten alle Berichte gemeinsam: Das häufig unbeständige Wetter in den Karpaten. Aber da bietet die Routenplanung von Google Maps ja eine Lösung: Sind doch nur ein paar Kilometer ans Meer. Und wenn man dann schon mal da ist, kann man doch auch nochmal eben die paar Kilometer nach Istanbul fahren. Klar, dass dann der Rückweg über Griechenland führt, da hat man dann auch den wirklich warmen Süden. Kein Problem, passt alles noch auf den Bildschirm und sind auch nur 7.000 Kilometer. Ist doch problemlos machbar!

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Zum Geburtstag im letzten Herbst bekam ich eine Landkarte von Rumänien geschenkt. Grund genug, einmal über eine Motorradtour dorthin nachzudenken. Kaum hatte ich diesen Gedanken in der Familie und bei Freunden geäußert, gab es auch schon viele Ratschläge, was man sich alles anschauen sollte und welche Route sich anbieten würde.

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