11. April – Durch das Hochland an der Ostküste zur Fähre

Der letzte Tag auf Sardinien. Es sind noch ca. 250 Km bis zum Hafen in Olbia, also kann ich mir auch ein paar kleine Umwege durch das Inland erlauben. Das Wetter ist wieder schön und so geht es weiter durch das Tal des Flumendosa. Die Strecke ist gerade richtig für heute morgen. Auf einer gut ausgebauten Strasse ohne Verkehr kann es mal etwas laufen lassen und die Gegend ohne Anspannung genießen. Es richt wieder nach Frühjahr und der Tag verspricht schön zu werden.


 

Die geplante Route geht über die SS13 nach Ulassai. Landschaftlich bietet diese Strecke eine unglaubliche Vielfalt. Von Kakteen und Palmen an der Küste über ein Hochland, das an schottische Moore erinnert bis hin zu Felsformationen, bei denen man sich in den Süden der USA versetzt fühlt, ist alles dabei. Schottische Moore verbindet man ja immer mit Nebel und das ist heute auch in den sardischen Bergen so.

     

 

 

 

 

 

Die Gegend um Ulassai ist beeindruckend. Schroffe Berge, tiefe Täler, Häuser, die aussehen als seien sie an die Berge geklebt. Zum Erkunden und zum Motorrad fahren einfach nur herrlich. Schade, dass der heutige Tag so schnell vorbei geht. Wer etwas über die Gegend lesen möchte, findet viele Informationen auf sardinien.com.

Hier ein paar meiner Photos aus der Gegend um Ulassai.

      

 

 

 

 

 

 

Von Ulassai lohnt es sich, auf die andere Seite des Tals nach Gairo zu fahren und von dort der SS198 zu folgen.  Über einen Pass erreicht man Lanusei. Bei Tortoli kommt man wieder auf die Küstenstraße. Die Strecke von Lanusei nach Tortoli müsste in jedem Motorradführer hervorgehoben werden. Unendlich viele, nicht zu enge Kurven, die Straße in hervorragendem Zustand und eine Landschaft vom Feinsten. Ja, das ist auch der Grund warum Ihr von dieser Strecke keine Photos seht. Anhalten kommt einem da einfach nicht in den Sinn!

Nach kurzer Cappucino-Pause in Tortoli geht es weiter. Die Küstenstraße geht jetzt hoch hinaus. Nach dem ersten Anstieg biegt rechts eine kleine Straße ab die in eine Bucht führt. Es ist ganz nett mal da runter zu fahren.

 

 

 

 

Weiter gehts nach Norden. An vielen Stellen führt die Straße durch eine Tunnelgalerie. Der Wind ist heute sehr stark und in den Galerien häult es richtig. Auf der Passhöhe kann man das Motorrad kaum festhalten. Die SS125 führt durch ein gewaltiges Bergmassiv. Hohe Berge und tiefe Schluchten wechseln einander ab. Wer sich für diese Gegend interessiert, findet hier …. mehr.

Kilometerlange Galerie

 

Die Ziegen lassen sich den Wind um den Ziegenbart wehen

 

Auf dieser Strecke trifft man viele Motorradfahrer. Kein Wunder bei dieser Streckenführung

 

Die Berge sind überwunden, in langen Kurven geht es wieder hinab in die Ebene

 

Bevor es jetzt endgültig nach Olbia geht, mache ich noch eine kurze Pause in Cala Gonone. Die Fahrt dort runter ist ein Motorrad-Leckerbissen und auch das Örtchen ist ganz nett. Im Sommer ist hier eine Menge los, jetzt ist es noch ganz still. Eine Fischplatte, ein Bier und ein Cappucino stärken mich für die restlichen Kilometer bis Olbia.

Zwischen Santa Lucia und La Caletta lohnt es sich noch einmal ans Meer zu fahren. Ein langer weißer Sandstrand und ein großes Feuchtgebiet sind das Gegenstück zur krassen Bergwelt, die ich jetzt hinter mir gelassen habe.

 

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