9. April – Wieder alleine

Kaum zu glauben, aber Martinas sechs Urlaubstage sind schon wieder vorbei. Nachmittags um 15:00 geht der Flug. Bis dahin nutzen wir das inzwischen wieder schöne Wetter aus, um sozusagen einen Pflichtbesuch zu machen: Die „Grotte di Nettuno“. Auch hier ist der Reiz eigentlich nicht die Höhle, sondern der Weg dahin. Landschaftlich reizvoll fährt man auf die andere Seite der Bucht von Alghero.

Auf dem Bild kann man links von dem Turm eine Strasse erkennen, die ziemlich weit oben endet. Dort beginnt der lange Abstieg zum Eingang der Grotte. Diese Treppe ist faszinierend. Ein überwältigender Ausblick auf das Meer und die steilen Felsen hält einen gefangen. Man merkt kaum wie viele Meter man hinunter steigt. Umso mehr aber den Aufstieg.

 

Es ist 14:00 und es geht alleine weiter. Das Ziel für den heutigen Abend ist der einzige Campingplatz mitten in der Dünenlandschaft der Costa Verde. Bis dahin sind es noch einige Kilometer. Zunächst einmal kommt wieder die Küstenstraße nach Bosa und mit 2 einheimischen Ducatis vorne weg kommt etwas Schwung rein. Bosa ist jedenfalls schneller erreicht als gedacht. Diesmal weniger die Landschaft gesehen als die Kurven. Und das mit vollem Gepäck!

Die Fahrt von Bosa bis zur Costa Verde ist nicht spektakulär aber sehr schön. Kurz vor Terralba lohnt es sich einen Abstecher nach Marceddi zu machen und über das Sperrwerk auf die andere Seite der Bucht zu fahren. Von dort geht es über schöne, gut ausgebaute Strassen der Costa Verde entlang bis in die Nähe des exquisiten „Hotel Le Dune“. Hier findet man auch den Campingplatz. Vorher aber noch eine Wasserdurchfahrt. Die ist normalerweise recht harmlos, nach den Regenfällen der letzten Tage war der Bach aber ganz schön tief. Aber abgesehen von einigen etwas dickeren Steinen an denen man leicht rutscht, ist die Sache harmlos. Irgendwie macht es sogar Spaß. Da ich so alleine keine Photos machen konnte, habe ich mal einige von 2011 dazu getan.

Hier ein paar Impressionen von der Strecke:

      

Stillgelegte Eisenbahnstrecke und ein Kloster hoch oben auf dem Berg

 

Erste Frühlingsanzeichen im Bergland

 

     

Kleine Pause am Sperrwerk. Hier kann es am Wochenende schon mal zum Chaos kommen, wenn Autos von beiden Seiten versuchen über die Brücke zu fahren und jeder meint er hätte recht.

 

Das könnte aus einer BMW Werbung kommen

 

Den Bergen im Hintergrund sieht man kaum an, dass sie die größten ehemaligen Bergbaugebiete Sardiniens beinhalten

 

Die (erzhaltigen) Berge des letzten Photos quasi von hinten

 

Ein Photo vom Sommer. Jetzt im Frühjahr nach dem Regen der letzten Tage war der Wasserstand höher. Nicht wirklich schlimm, aber man sieht doch recht schlecht die Steine im Wasser und da rutscht man schon mal etwas aus.

 

Der Campingplatz ist erreicht. Hier die Rezeption mit Restaurant und Bar. Wirklich wunderschön. Kein Ort weit und breit und in der Dämmerung nur die Stimmen von ein paar Vögeln. Neben mir gab es nur noch einen F800 GS Fahrer aus Düsseldorf, mit dem ich am nächsten Tag einige der sehenswerten Ziele dieser Gegend gemeinsam gesucht habe.

 

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