8. April – Stürmisch

Der Wetterbericht hatte es ja schon angekündigt. Der aus Südfrankreich bekannte Mistral soll diesmal bis nach Sardinien reichen. Stürmisch und regnerisch soll es werden. Der erste Blick aus dem Hotelfenster sagt uns, dass diese Vorhersage 100%-tig eingetroffen ist. Was tun? Im Regenzeug auf dem Motorrad zu sitzen ist ja nun wirklich nicht die wahre Freude.

Die Lösung kommt in Person einer  Bekannten, die auch einen Kurzurlaub in Alghero gebucht und ein Auto geliehen hat. Wir beschließen gemeinsam nach Castelsardo zu fahren, ich mit dem Motorrad, Ellen und Martina im Auto. Von dort wollen wir einen versteinerten Wald besuchen und ich werde danach noch einige mir unbekannte Straßen erkunden.

Diese Bilder sagen eigentlich alles. Temperaturen unter 10°, alles nass und ein Sturm, dass man das Motorrad kaum halten kann. Die Heizgriffe scheinen überhaupt nicht mehr zu arbeiten. Nach einer Stunde kommen wir in Castelsardo an und ich bin heilfroh, dass wir ein gemütliches Restaurant finden. Ein hervorragendes Mittagessen lässt Nässe und Kälte schnell vergessen.

Als wir nach zwei Stunden und ungezählten Cappucinos das Restaurant verlassen, lacht die Sonne. Zumindest kurzfristig, aber wenigstens hat der Regen aufgehört. Es kann weitergehen.

Das nächste Ziel sind die versteinerten Bäume bei Martis. Ein paar Informationen finden sich hier…… Auf dem Weg dahin sollte man auf alle Fälle aufmerksam nach einer uralten Kiche Ausschau halten. Leider ist mir entfallen, wo das war. Meine, irgendwo bei Laerru.

      

 

Nachdem ich mich an den versteinerten Bäumen von den Autofahrerinnen getrennt hatte, stand noch die Suche einer Höhle auf dem Programm. Das scheint eine meiner Lieblingsbeschäftigungen auf dieser Reise zu werden. Der eigentliche Reiz ist aber nicht die Höhle selbst, sondern deren Suche. So eine Art GeoCaching nur ohne GPS.

Höhlen haben anscheinend die Eigenart, sich immer in unwegsamen Gelände zu verstecken. Schweine waren diesmal nirgends zu sehen, nur eine faszinierende Landschaft und ein Weg, der sich immer weiter verzweigte, immer schmaler wurde und letztlich zwischen zwei Mauern in ein Tal hinabführte. So im Nachhinein ganz schön dumm, mit einer K1300 dort hinab zu fahren. Ich kanns auch keinem empfehlen, zumindest nicht alleine. Denn unten angekommen war ein verschlossenes Tor, der Weg war vom vielen Regen matschig und zwischen den Mauern war kaum Platz das Motorrad zu wenden. Letztlich war es jedenfalls geschafft und die Höhle fand sich auch. Direkt neben einer geteerten Straße. Hier ein paar Photos dieser romantischen Gegend.

       

 

      

 

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