5. April – Mediterrane Stimmung

Alghero. Die vielleicht schönste Stadt Sardiniens. Wer gerade Winter, Schnee und Regen hinter sich gelassen hat, empfindet das besonders. Palmen, der  Hafen und jede Menge Cafes laden einen dazu ein, einmal einen ruhigen Tag einzulegen und das Motorrad stehen zu lassen. Hier werden wir auch die nächsten Tage bleiben und Motorradausflüge in die Umgebung machen. Wenn für Martina dann der Urlaub zu Ende ist, geht es weiter an die Costa Verde um die dortigen Straßen und Bergbaugebiete zu erkunden.

 Die Promenade ist gesäumt von Palmen. Sie erstreckt sich vom Zentrum bis zum 2 Kilometer entfernten Campingplatz. Im Sommer ist es dort voll mit Marktständen. Jetzt im Frühjahr genießt man die Natur, aber wie wir am dritten Tag erleben durften, auch deren Gewalt. Starker Sturm trieb Unmengen von Tang ans Ufer, so dass weit und breit kein Strandspaziergang möglich war.

 

Die Cafes am Hafen laden zu einer Pause ein. Auch wenn es einen durchaus noblen Eindruck macht, es sind ganz einfache Bars, wo man mit dem Motorrad vorfährt und sich zum Reden trifft.

 

 

Nachmittags dann eine erste Tour durch die blühende Macchia über die Küstenstraße nach Bosa. Die Blüten riechen so intensiv, dass man das Gefühl hat in einem Blumengeschäft zu sein. Die Küstenstraße ist immer wieder ein Highlight. So früh im Jahr ist man außerdem fast allein und kann Sonne, Berge, Meer und wunderschöne Motorradkurven genießen.

Krasse Felsformationen begleiten diesen Küstenabschnitt bis kurz vor Bosa. Interessant auch das unentwegt wechselnde Gestein. Hell und Dunkel, weich und hart prägen die Gestalt der Küste. Am Torre Argentiera dann eine Art Campinggelände, das jetzt nahezu verlassen war, das aber im Sommer viele Besucher anzieht. Kurz vorher aber noch, scheinbar im Nichts, eine herrliches Restaurant mitten in einem Blumengarten und herrlichem Blick über das Meer.

Fest, graue Felsen wechseln mit weichem Kalk und rötlich gefärbtem, eisenhaltigen Gestein

 

Das Camping-, Picknick- und Badegelände am Torre Argentiera

 

Die Macchia ist ein einziges Blütenmeer. Gelb dominiert, aber wenn man genau hinschaut, gibt es noch viele andere Farben

Die Macchia ist ein einziges Blütenmeer. Gelb dominiert, aber wenn man genau hinschaut, gibt es noch viele andere Farben

 

Gegenüber vom Torre Argentiera ist noch ein weiterer Campingplatz. Jetzt, so kurz vor Ostern ist er noch völlig verlassen. Aber auch wenn mehr Besucher hier sind, für er sich weiträumig in die Natur ein.

 

Bosa gliedert sich im Wesentlichen in drei Teile: Die Altstadt, den Bereich der Festung und Marina di Bosa. Jetzt vor Ostern ist am Strand nichts los. In wenigen Tagen wird sich das ändern. Heute gehören uns Strand und Strandbar aber noch ganz alleine. Zumindest fast. Für die örtlichen Motorradfahrer scheint die Bar ein beliebtes Ziel zu sein. Immer wieder schneit jemand herein, setzt sich kurz, plaudert oder trinkt etwas und ist dann schon wieder los:

Erfrischend: Ichnusa und Spritz in der Strandbar

 

        

Bosa liegt farbenfroh in die Natur eingebettet an einem schilfbewachsenen Fluss

 

Ein Hauch von Western an der stillgelegten Bahnlinie

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