Fazit

Der Urlaub war schön. Kroatien ist immer eine Reise wert und ich werde gerne wieder kommen. Aber mit dem Wohnmobil und meinen Spielzeugen. Ein Aktivurlaub mit Mountainbiken, Paddeln oder Wandern passt zu diesem Land, speziell zu den Inseln. 

 

Um Motorrad zu fahren kann man sich besseres vorstellen. Das schreibe ich nicht wegen des Wetters, das kann einem immer und überall passieren. Ein bisschen hat der Sturm sogar für Spannung gesorgt. Es ist das fehlende Fahrerlebnis an der Küstenstraße, es ist die Einsamkeit des Hinterlands, es sind die omnipräsenten Architektursünden der kommunistischen Zeit vor allem im Hinterland und in den Städten auf dem Festland.

Für uns Motorradfahrer ist der Weg das Ziel. Schöne Kurven, interessante Orte und das Gefühl frei zu sein. Klar gibt es Verkehrsregeln und natürlich beachten wir sie, aber doch immer mit einer gewissen Toleranzgrenze. An der Küstenstraße hat man immer ein schlechtes Gewissen wenn man diese Toleranz etwas großzügig in Anspruch nimmt. Der gute Ausbau der Straße tut sein übriges. Nein, nur die faszinierende Karstlandschaft zu betrachten bringt es nicht wirklich. Wer über die Alpen kommt hat schon jede Menge Highlights hinter sich. Italien mit seiner immer wieder faszinierenden Verkehrsanarchie tut sein übriges. Danach in das biedere Kroatien zu kommen ist in etwa so, als wenn man nach einer feucht-fröhlichen Feier gegen Morgen auf alkoholfreies Bier umsteigt, weil man unbedingt und mit aller Vernunft selbst nach Hause fahren will.

Istrien und Cres möchte ich explizit von dieser Beurteilung ausnehmen. Eine herrliche Landschaft und schöne Straßen laden im Bergland zum Erkunden ein. Städtchen wie Osor oder Mali Losinj (Bilder unten) lassen einen zur Ruhe kommen und den Süden genießen. Aber es halt nur ein kleines Gebiet und ideal für einen Kurzurlaub oder als „Mittelmeer-Abstecher“ bei einer Tour in die Ostalpen.

Eines muss ich besonders hervorheben: Überall bekommt man hervorragendes Essen zu einem immer noch niedrigen Preis. Mir hatten es besonders die gegrillten Calamari angetan, die mit viel Knoblauch und Mangold als Beilage überall an der Küste in einer Spitzenqualität serviert werden. Wer gerne zeltet kommt auch auf seine Kosten, wenn er Touristenansammlungen und Monstercampingplätze meidet. Selbst auf dem kleinsten Campingplatz gibt es hervorragendes Essen und es wäre „Eulen nach Athen tragen“, würde man sich auf dem Motorrad mit eigenem Proviant und Kochgeschirr in den Packtaschen abplagen.

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