21. Juli – Insel Pag

Die Temperatur ist über Nacht ziemlich gesunken. Ohne Lederjacke würde es jetzt am Morgen recht kühl werden. Nach der Hitze der letzten Tage ist es wie eine Befreiung und Motorradfahren macht wieder Spaß. Auf geht’s nach Pag. Etwas Wind kommt auf und das Meer kräuselt sich. Erstes Ziel ist die Brücke von Maslenica. Hier haben die Kämpfe in den 90-ziger Jahren ziemlich getobt. Immer noch sind die zerschossenen Bunker zu sehen. Ein bedrückendes Gefühl, an einer Stelle Urlaub zu machen, wo vor wenigen Jahren noch Menschen im Krieg gestorben sind.

Verdammt hoch und ideal für Bungee-Jumper. Ich könnte mich dazu nicht überwinden.

 

Schlichtes Brückendesign in karger Landschaft

 

Die Brücke bettet sich optisch optimal in die verkarstete Landschaft ein

 

Kurz hinter der Maslenica-Brücke zweigt die Straße auf die Insel Pag ab. Die Kargheit nimmt immer weiter zu und erreicht im Bereich der Brücke nach Pag ihren Höhepunkt und an der schönsten Stelle dann ein sehr einfacher Kiosk.

 

 

Die Ruinen sind kaum vom Fels zu unterscheiden

 

Wenige Kilometer weiter ändert sich das Landschaftsbild. Die Westseite der Insel ist grün und landwirtschaftlich genutzt. Gleich im ersten Ort sieht und riecht man schon wieder einen Grill mit einem sich drehenden Spanferkel. Schade, dass es noch nicht Mittag ist. Nun geht es an einer Bucht entlang, an deren Ende sich eine große Saline befindet. Immer wieder erstaunlich, dass die Sonne soviel Wasser verdampft, dass man tonnenweise Salz gewinnen kann.

Der Ort Pag ist sehr hübsch. Ganz anders als Rab. Völlig ruhig und entspannt, und die einfachen Souvenirs haben etwas vom Charme des alten Jugoslawien. Viele Cafes laden zur Einkehr ein und die Preise sind niedrig. Wir nutzen das weidlich aus und begeben uns erst am Nachmittag wieder auf den Rückweg.

 

 

 

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