20. Juli – Morgens: Das Örtchen Rab

Wenn man von der ruhigen und gepflegten Insel Cres kommt, ist Rab ein Kulturschock. Überlaufen von Urlaubern und Campingplätze bei denen man glaubt, in ein Flüchtlingslager geraten zu sein. Es war wohl das erste mal in fast 40 Jahren auf einer Motorradtour, dass ich nicht wegen des Wetters ein Hotel aufgesucht habe, sondern weil ich das Kotzen beim Anblick der Campingplätze bekommen habe. Ja, ich muss es so drastisch ausdrücken. Und es ist noch untertrieben.

Der Ort Rab selbst ist sehr schön. Natürlich spürt man auch hier den Massentourismus, aber die vielen schönen Gassen und Plätze versöhnen einen schnell wieder mit der Insel. Wahrscheinlich ist es einfach nur dumm, in der Hochsaison auf eine der bekanntesten Inseln zu fahren.

Ein ruhiger Sommer-Morgen am Hafen von Rab

 

Martialische Denkmäler sind in ganz Kroatien präsent. Das Land ist stolz auf seine Jahrhunderte alte Vergangenheit und fast hat man den Eindruck, dass das Land auch stolz auf den brutalen Bürgerkrieg in den 90-ziger Jahren ist. Im Hinterland finden sich überall Denkmäler für die Gefallenen, abgeschossene Panzer werden zur Erinnerung stehen gelassen.

 

 

 

     

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