15 – 17. Juli – Ankunft und Entspannung auf Cres

Cres ist seit vielen Jahren eines unserer beliebtesten Urlaubsziele. Als die Kinder klein waren, war vor allem der Campingplatz in Osor beliebt, da dieser nahezu in den kleinen Ort integriert war und eine interessante Alternative zu den riesigen, anonymen Autocamps in anderen Teilen Kroatien darstellte. Bei den Kindern damals besonders beliebt: Die Drehbrücke über den Kanal, der Cres und Losinj trennt. Nicht nur, dass man von dieser Brücke in den Kanal springen kann. Nein, morgens und nachmittags wird die Brücke geöffnet und dann fahren Jachten aller Größenordnungen durch den Kanal.

Dieser Campingplatz soll für die nächsten Tage wieder unser Basislager sein um von hier Kanutouren zu machen oder mit dem Motorrad die Gegend zu erkunden. Ein Schlauchboot und ein Faltboot hat meine Tochter im Auto dabei. Manchmal doch nicht so übel so eine Konservendose.

Aber noch sind wir nicht in Osor. Zunächst einmal geht es auf der einzigen Straße von der Fähre aus in Richtung Süden. An ein Überholen der vielen Wohnmobile ist nicht zu denken und so entschließen wir uns, bei der ersten Gelegenheit die Hauptstraße zu verlassen und zuerst einmal eine Pause in Beli einzulegen. Der Weg dorthin ist sehr schön und bietet einen tollen Blick auf die Inseln der Kvarner Bucht. In diesem Gebiet findet sich eine der wenigen freilebenden Gänsegeier-Kolonien Europas. Bei früheren Besuchen haben wir sie jedesmal am Himmel kreisen sehen. Ob es diesmal wieder so ist? Leider haben wir diesmal kein Glück. Nur ein einzeler Geier zeigt sich für kurze Zeit. Dafür ist es dann in der Hafenbar des kleinen Örtchens Beli umso schöner. Trotz Urlaubszeit nur wenige Besucher und kristallklares Wasser zum Baden.

 

 

Weiter geht es durch eine wunderbar mediterrane Landschaft von Beli nach Cres. Die Stadt wirkt in der Mittagszeit wie ausgestorben. Das Leben beginnt erst am Abend wenn die Hitze nachlässt. Wir suchen uns eine Pizzeria am Hafen und machen eine längere Pause. Zum Motorradfahren ist es mit durchgehend über 40° fast zu heiß und noch habe ich mich nicht von Lederhose und Lederjacke trennen können. Ohne Pause wird so schon eine einstündige Fahrt zur Tortur. Die nächsten Tage habe ich mich dann an die vielen italienischen Motorradfahrer auf Cres angepasst, die sich einen Teufel um die Sicherheit scheren und im T-Shirt fahren. Vielleicht ist es aber auch ein Sicherheitsgewinn, wenn man klar denken und konzentriert fahren kann.

Am Hafen in Cres

 

Campingplatz unmittelbar in Osor

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