8. Juli Von Grein nach Oradea

Wir müssen mindestens einen Tag aufholen. Bernhard ist gestern schon bis Budapest vorbeifahren und wird heute Abend in Oradea sein. Dennoch entscheiden wir uns gegen die Autobahn. Motorrad fahren muss Spaß machen und so fahren wir durch die Berge südlich um Wien herum. Die Strecke bis Baden an der Autobahn zur Wiener Neustadt führt über tolle Bergstrecken und an der Schwechat entlang. Herrlich. Danach geht es ins Flachland und bis kurz vor Budapest ist es dann monoton. Die Fahrt um durch das Hügelland um Budapest herum könnte schön sein, wenn es nur nicht so scheußlich regnen würde. Die Straßen sind sauglatt und mehr als einmal bricht das Hinterrad aus.

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Die Grenze zu Ungarn. Eigentlich fällt sie kaum noch auf. Wenn beim Anblick der Wachtürme nicht Erinnerungen hoch kämen.

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Hinter der ungarischen Grenze fallen sofort die langen Straßendörfer auf. Und die oberirdische Verkabelung. Beides ist irgendwie typisch sowohl für Ungarn als auch später für Rumänien.

Kurz hinter Budapest wird das Wetter wieder besser, aber die Landschaft immer flacher. Durch endlose Felder geht es nach Osten. Irgendwann sagt mir das Navi, dass es noch 100 Km nach Oradea sind, aber die Ankunftszeit ist erst in drei Stunden. Kann doch gar nicht sein!!!??? Nach einer Weile wird mir klar, dass das Ziel in einer anderen Zeitzone liegt. Das ist auch der Grund dafür, dass es so früh dunkel wird. Etwas unheimlich ist die Fahrt bei Dunkelheit auf der E68 und den vielen Überholmanövern der entgegen kommenden Autos.

Endlich ist die Grenze erreicht und bis zum Hotel, das Bernhard schon gefunden hat, sind es nur noch wenige Kilometer. Wir kommen gerade rechtzeitig an um das Fußballspiel gegen Brasilien zu sehen.

Die Wechselstuben an der rumänischen Grenze sind bunt beleuchtet:

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