3. – 4. August – Kaum Verkehr auf der Magistrale

Das habe ich so auch noch nicht erlebt: In der Hochsaison an der Küstenstraße fast ohne Verkehr von Rijeka bis nach Dubrovnik zu fahren! In den letzten Jahren war mir aufgrund der gewaltigen Urlauberströme der Spaß an diesem landschaftlichen Highlight ziemlich vergangen.

Umso schöner diese unerwartete Ruhe. Bei bestem Wetter folgt Kurve auf Kurve und die weiße Karstlandschaft strahlt in der Sonne.

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Aber es ist auch eine Gegend, in der man immer wieder deutlich daran erinnert wird, das hier vor 20 Jahren noch ein gnadenloser Krieg tobte. Ein Krieg, der durchaus heroisiert wird. Ein seltsames Gefühl, dass in der heutigen Zeit noch solche Kriegerdenkmäler geschaffen werden. Und das inmitten dieser herrlichen, mediterranen Urlaubsregion.

img-20160803-wa0004Die Hitze nimmt zu. Zum ersten Mal erlebe ich, was es bedeutet mit einer Guzzi an einem heißen Sommertag zu fahren. Mehr als einmal muss ich anhalten und mich in einem schattigen Cafe ausruhen. Natürlich nicht, ohne mich auch innerlich zu kühlen.

Pause folgt auf Pause. Aber natürlich komme ich so nicht wirklich weiter. Kein Gedanke daran, heute noch Split zu erreichen. Kurz hinter Zadar dann auch noch ein gewaltiger Waldbrand, der weiträumig umfahren werden muss. Kurz vor Sibenik suche ich mir einem Campingplatz, gehe noch essen und lege mich dann ziemlich geschafft in mein Zelt.

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Entlang der Makarska Riviera geht es am nächsten Morgen Richtung Dubrovnik. Die Kühle des Morgens weicht schnell wieder der Hitze. So mache ich schon ziemlich früh eine Pause in einem herrlich hoch oben über dem Meer gelegenen Gasthaus.

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Im Hintergrund sieht man schon die Berge der Makarska Riviera. Aber nicht nur diese machen die Gegend so interessant. Die Seen, die fruchtbaren Buchten, alles passt.

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Bei so viel Wasser kann man einfach nicht anders: Man muss hinein springen. Gesagt, getan. Am nächsten Feldweg geht es hinunter zum Strand. Ziemlich steil, hoffentlich gibt es da unten eine Möglichkeit zu wenden. Und dann der Schreck: Wenden kaum möglich! Der Trost: Die voll beladene Stelvio zu rangieren macht bestimmt fit. Aber dann: Der Sprung ins glasklare Wasser entschädigt für den Kampf mit den Kilos.

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Ein paar Stunden später wird mir klar, dass so ein Strandnachmittag einfach fällig war. Richtig weit werde ich heute nicht mehr kommen. Kurz vor Dubrovnik entdecke ich einen kleinen Campingplatz und beschließe spontan dort zu bleiben. Wunderschön hier. Ein paar Zelte und direkt Kontakt zu den Besitzern, einfach toll. Ganz anders als auf dem nur 10 km entfernten Riesenplatz in Dubrovnik. Daher hier mal die Koordinaten: N42.701161, E18.042189

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